Das Verschwinden

Drei Models und ein weiterer Fotograf (alle Vegetarier wie wir) waren an der Session in unserem Studio beteiligt.

Das Hintergrundgemälde entstand auf Basis einer Bleistiftzeichnung, die als Entwurf für das digitale Gemälde „Dunkle Archetypen“ (auf andrelink.de) entstanden war. Die Models wurden anschließend vor dem Hintergrund positioniert und passgenau übermalt.

Das Verschwinden

Bodypainting-Kunst "Das Verschwinden"
Das Verschwinden (Bodypainting-Kunst: Michaela Zeng und André Link, Foto: Michaela Zeng, Bildbearbeitung: André Link)

Der inhaltliche Aspekt: Wir schufen einen visuellen Verweis auf das Verschwinden der Menschlichkeit hinter dem alltäglichen Grauen der Massentierhaltung und ihrem Zweck.

Die Gräuel werden versteckt, verdrängt, der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend entzogen, abermals ein Verschwinden… Der Genuß wird in den Köpfen vom millionenfachen Leid und Tod entkoppelt, nach Alternativen wird nicht gesucht.

In der Bildbearbeitung entstand eine Farbvariante, die wir konzeptionell anders einordneten und benannten:

„Aber es schmeckt doch so gut“

Bodypainting-Kunst "Aber es schmeckt doch so gut"
Aber es schmeckt doch so gut (Bodypainting-Kunst: Micheala Zeng und André Link, Foto: M. Zeng, Bildbearbeitung: A. Link)

Der inhaltliche Aspekt:

Die Ungeheuerlichkeit, dass man für den eigenen Genuß den Tod und das Leiden anderer Lebewesen in Kauf nimmt, dringt gar nicht in die Köpfe. Die grausame ungeschminkte Realität wird in der Regel ignorant auf Abstand gehalten.

Die Knochen häufen sich nicht in unser aller Vorgärten, sondern eigentlich nur in den vorhöllenartigen Schlachthäusern, mental sitzen wir jedoch mitten darin und sie überwuchern uns sogar.